Jul 052015
 

Geschrieben von Babette

Mit nur wenigen Handgriffen einen leckeren Kaffee zaubern? Kaffeekapseln werden immer beliebter, denn sie sind nicht nur einfach, sie bieten auch unendlich viele Variationen. Doch fernab von dem bleibt eins oft außen vor: Die Umwelt. Was machen Kaffeekapseln mit ihr?

Filter-Kaffee hat ausgedient

Fast 38.000 Tonnen Kaffee in Form von Zellstoff-Pads, Aluminium- oder Kunststoffkapseln wurden 2013 verkauft. Eine wahnsinnige Anzahl von Müll, um den sich kaum einer kümmert, weil er so alltäglich geworden ist. Aluminium ist dabei sehr kostenintensiv, denn ein die Herstellung eines Kilogramms braucht 14 Kilowattstunden. Außerdem wird für die Gewinnung von Alu der Regelwald abgeholzt, Bauxit abgebaut und es werden ganze Landstreifen zerstört – klingt alles andere als nett für eine Tasse Kaffee.
Etwas anderes ist es bei der Pad-Variante. Zwar macht jedes einzelne Pad rund 0,8 Gramm Müll, jedoch kann die Verpackung einfach auf den Bio-Müll und kann recycelt werden. Dennoch wird hierbei wesentlich mehr Müll produziert als bei der herkömmlichen Filtermaschine.

Nestlé geht mit gutem Beispiel voran

So geht es natürlich nicht. Aus diesem Grund haben die Nespresso-Verantwortlichen auf die Kunden gehört und kümmern sich um die Umwelt. Im Rahmen des gegründeten „Ecolaboration“-Programmes wird unter anderem dafür gesorgt, dass nicht nur die Maschinen weniger Energie verbrauchen, sondern sich die Aluminium-Verpackung der Kapseln um 15 Prozent verringert. Das bedeutet auch, dass 75 Prozent des Alus recycelt werden sollen. Das bedeutet, dass nur fünf Prozent Energie von dem, was man sonst benötigen würde, gebraucht wird. In der Schweiz gibt es daher bereits ein eigenes Rückgabesystem, welches von 60 Prozent der Nutzer in Anspruch genommen wird. In Deutschland funktioniert das leider noch nicht so gut.

 Posted by at 5:20

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