Jul 062015
 

Geschrieben von Babette

Ein behindertes Kind zur Welt bringen? Auch wenn sie nicht weniger liebenswert sind, so haben viele werdende Eltern Angst vor dieser Diagnose, die das Leben noch einmal mehr auf den Kopf stellt, als es der Nachwuchs sowieso schon tut. Dank der pränatalen Diagnostik können solche Möglichkeiten schon früh erkannt werden.

Wofür diese Untersuchungen?

In der Regel wird die pränatale Diagnostik bei Frauen empfohlen, die über 35 Jahre alt sind, wenn es bereits ein Kind mit einem genetischen Defekt gibt oder ein solcher in der Familie vorliegt. So kann das Risiko, ob das Ungeborene auch erkrankt ist, besser eingeschätzt werden. Bevor eine solche Untersuchung durchgeführt wird, sollten sich Eltern mit den Vor- und Nachteilen auseinandersetzen und sich beraten lassen. Denn das Ende der Fragekette ist: Bekommt man das Kind oder nicht? Dies kann eine Menge Stress für alle Beteiligten mit sich bringen. Mit den unterschiedlichen Untersuchungen werden folgende Krankheiten entdeckt:

Trisomie 21 (Downsyndrom)
Fehlverteilungen der Geschlechtschromosomen (Turner-Syndrom, Klinefelter-Syndrom)
offener Rücken (Spina bifida)
Anenzephalus.
Unentdeckt bleiben:
Schäden, die während der Entwicklung auftreten
Unbekannte genetische Ursachen

Pränatale Diagnostik: Ja oder Nein?

Für viele Eltern steht der Wunsch nach einem Kind an erster Stelle. Sollen die pränatalen Untersuchungen also gemacht werden oder nicht? Eine eindeutige Antwort ist darauf nicht zu geben, denn das muss jeder für sich entscheiden. Es gibt durchaus berechtigte Gründe, das Kind aufgrund bestimmter Behinderungen nicht bekommen zu wollen, ebenso, wie es vollkommen in Ordnung ist, das Schicksal so zu nehmen, wie es kommt. Eine Verurteilung sollte deswegen nicht stattfinden, denn ein Kind zu bekommen oder nicht, ist eine sehr individuelle und tief emotionale Entscheidung.

 Posted by at 7:43

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