Jul 062015
 

Geschrieben von Antje

Vor allem für Freiberufler ist die Berufshaftpflichtversicherung eine sinnvolle Versicherung. Dabei sind einige Berufsgruppen sogar dazu verpflichtet, eine Berufshaftpflichtversicherung abzuschließen. Doch wann ist die Berufshaftpflichtversicherung wirklich sinnvoll?

Gerade freiberuflich Tätige sind für Fehler, die aufgrund Ihrer beruflichen Tätigkeit entstehen, haftbar. Das gilt nicht nur für eigens verursachte Fehler, sondern auch für Fehler ihrer Angestellten.

Sinnvoll ist die Berufshaftpflichtversicherung vor allem für Ärzte, Hebammen, Rechtsanwälte, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Notare und Architekten. Gerade in diesen Bereichen kann schon der kleinste Fehler dazu führen, dass es zu hohen finanziellen Schadenersatzansprüchen kommt. Kunden und Patienten werden vom Gesetzgeber als besonders schützenswert angesehen, weshalb es für bestimmte Berufe sogar eine Pflicht zum Abschluss der Berufshaftpflichtversicherung gibt.

Ärzte, Architekten, Hebammen, Notare, Rechtsanwälte, Versicherungsmakler, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, Ingenieure und auch Dolmetscher müssen eine Berufshaftpflichtversicherung abschließen. Nur mit dem Abschluss dieser Versicherung haben sie die Grundvoraussetzung erfüllt, die Zulassung für ihre gewerbliche Tätigkeit zu erhalten oder in eine entsprechende Berufskammer aufgenommen zu werden. Grundsätzlich ist dabei auch die Höhe der Mindestdeckungssumme vorgeschrieben. So müssen Rechtsanwälte und Steuerberater eine Mindestdeckung von 250.000 EUR pro Schadenfall absichern. Wie hoch die Summen im Einzelnen sind, wird in der Berufsordnung oder durch die jeweiligen Kammern festgelegt.

Der Abschluss der Berufshaftpflichtversicherung sollte so erfolgen, dass der Versicherungsschutz mit dem Betriebsbeginn zusammen fällt. Ein später beginnender Versicherungsschutz kann unter Umständen schon dazu führen, dass ein Schaden, der vor Versicherungsbeginn entstanden ist, nicht vom Versicherer erstattet wird.

Egal, ob dazu verpflichtet oder nicht: Jeder Freiberufler, bei dem es zu grundlegenden Vermögensschäden aufgrund eines Fehlers kommen kann, sollte eine Berufshaftpflichtversicherung abschließen.

 Posted by at 7:54

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