Jul 062015
 

Geschrieben von Babette

Wer krank ist, der möchte schnelle Hilfe. Leider ist es oft nicht so, dass ein Termin so zur Hand ist, wie der Patient es sich wünscht. Gerade als gesetzlich versicherte Person ist das ein Problem. Als Privatpatient sieht die Sache schon wieder anders aus. Aus diesem Grund kommen viele Kassenpatienten auf die Idee, sich bei einem Anruf als Privatversicherter auszugeben, um schneller einen Termin zu erhalten. Ob das rechtens ist? Diese Frage gilt es zu klären.

Der Schwindel fällt schnell auf

Sicherlich kann am Telefon behauptet werden, privat versichert zu sein. Oftmals hat das auch den gewünschten Effekt, sodass man als Patient schneller zu seinem Termin kommt. Doch schon bei der Wahrnehmung dessen wird die kleine Notlüge auffallen. Es ist ratsam, sich dann auch eine neue Praxis zu suchen, denn für Sympathie wird dieses Szenario nicht sorgen – und gerade das ist bei der Genesung besonders wichtig. Arzt und Patient sollten miteinander harmonieren, was bei einem solchen Start wohl nicht gegeben ist.

Ausnahme: Notfälle

Ist der Schwindel aufgeflogen, hat der Arzt beziehungsweise die Arzthelferin das Recht, den Patienten nach Hause zu schicken. Das ist nicht nur der Lüge an sich zuzuschreiben, sondern auch einem anderen Umstand: Viele Praxen haben Sondersprechstunden für ihre Privatpatienten, weswegen dann kein Kassenpatient aus „Mitleid“ drangenommen wird, nur, weil er schon einmal da ist. Eine Ausnahme sind natürlich lebensbedrohliche Notfälle. Sollte es zu so einem Fall kommen, ist es egal, ob man Privat- oder Kassenpatient ist.

Fazit:

Sicherlich kann versucht werden, mit der „Privatpatienten“-Lüge an einen entsprechenden Termin zu kommen. Rechtlich gibt es da keine Bedenken, aber es wird definitiv enttarnt und kann zu einem gestörten Verhältnis führen – und auch dazu, dass man ohne Behandlung wieder nach Hause geschickt wird.

 Posted by at 8:06

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