Jul 172015
 

Geschrieben von Anja

Selbstständigkeit, egal ob haupt- oder nebenberuflich bringt steuerliche Verpflichtungen mit sich, die man dringend erfüllen sollte, um Ärger mit dem Finanzamt zu vermeiden. Wenn man also im Rahmen seiner Selbstständigkeit umsatzsteuerpflichtige Leistungen oder Lieferungen erbringt, muss in der Regel monatlich oder vierteljährlich zu einem bestimmten Termin eine Umsatzsteuervoranmeldung elektronisch an das Finanzamt übermittelt werden.
Bestimmt wird die Verpflichtung zur Abgabe von der Umsatzsteuerlast des Unternehmens im vergangenen Kalenderjahr. Betrug die entrichtete Umsatzsteuer zwischen 1000,00 € und 7500,00 € besteht eine vierteljährliche Abgabepflicht, bei mehr als 7500,00 € eine monatliche Umsatzsteuervoranmeldung. Eine Umsatzsteuerzahllast von weniger als 100,00 € im Vorjahr entbindet den Unternehmer von dieser Verpflichtung. Hier reicht es, wenn einmal im Jahr eine Umsatzsteuerjahreserklärung an das Finanzamt geht.

Die erste Anmeldung

Die erstmalige Übermittlung der Umsatzsteuervoranmeldung erfolgt immer elektronisch an das zuständige Finanzamt. Hierfür wird zunächst ein Zertifikat benötigt welches man nach kostenloser Reservierung nach ca 2 Wochen vom Finanzamt erhält.
Spätestens am 10. Tag nach Ablauf des Voranmeldezeitraums muss die Umsatzsteuervoranmeldung dem Finanzamt vorliegen. Wenn dieser Tag ein Samstag, Sonntag oder Feiertag sein sollte ist noch Zeit bis zum Ablauf des nächsten Werktages. Ist also der Voranmeldezeitraum der Januar 2015, müsste die Voranmeldung am 10. Februar 2015 dem Finanzamt übermittelt worden sein.

Was bei einer verspäteten Übermitlung zu tun ist

Sollte die Umsatzsteuervoranmeldung nicht rechtzeitig an das Amt übermittelt werden, wird dieses einen Verspätungszuschlag festsetzen. Sollte ein technischer Defekt für die verspätete Übermittlung verantwortlich sein und wurden diese Probleme ordnungsgemäß protokolliert, dann sollte man einen Antrag auf Erlass des Verspätungszuschlags stellen. Wenn der Unternehmer wegen besonderer beruflicher Belastungen am Monatsanfang nicht in der Lage ist, die monatliche Umsatzsteuervoranmeldung einzureichen, kann ein Antrag auf Dauerfristverlängerung Abhilfe schaffen. Dann reicht es, wenn man die Umsatzsteuervoranmeldung einen Monat später einreicht.

Wenn sich der Unternehmer nicht an die Vorgaben hält

Bei Fristverzug werden seitens der Finanzämter Säumniszuschläge erhoben. Bei andauernder Untätigkeit des Steuerpflichtigen, wird die Umsatzsteuer geschätzt. Der geschätzte Betrag wird als Steuer erhoben und kann eingezogen und bei Nichtzahlung angemahnt und am Ende dann vollstreckt werden. Dabei wird auch aus dem Betriebs- und Anlagevermögen des Unternehmens gepfändet.

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