Jul 172015
 

Geschreiben von Anja

Osteochondrose bezeichnet im ursprünglichen Sinne eine Störung der Umwandlung von Knorpelzellen in Knochenzellen während der Knochenbildung. Spricht man allerdings von der Wirbelsäulenosteochondrose bezeichnet sie eine krankhafte Veränderung des Bandscheibenknorpels und des angrenzenden Wirbelkörpers, die meist auf Überlastung zurückzuführen ist, die zuerst die Bandscheiben zwischen den Wirbelkörpern zusammenpresst. Der Grund hierfür können langes Sitzen, harte körperliche Arbeit oder auch Bewegungsmangel sein. Irgendwann verlieren die Bandscheiben ihre Elastizität und verbleiben in der gedrückten Form. Die Funktion des Puffers zwischen den Wirbelkörpern geht dabei verloren und es kommt zu verstärkten Druckwirkungen an den angrenzenden Wirbelkörpern. Durch den anhaltenden Druck kommt es dann zu knöchernen Auswüchsen, die große Schmerzen verursachen.

Der Verlauf der Krankheit

Zu Beginn entsteht der Schmerz nach körperlicher Anstrengung oder nach dem Sport. Die Schmerzen konzentrieren sich bei einem im Nacken, bei anderen im Kreuz oder auch im unteren Rückenbereich. Ein schleichender Prozess beginnt, der damit endet, dass der Schmerz sich hartnäckig hält und teilweise bis in die Arme und Beine ausstrahlt.
Volkskrankheit Nummer eins sind seit einigen Jahren die Rückenschmerzen. Sie haben vielfältige Ursachen. Um eine Osteochondrose zu diagnostizieren, muss zusätzlich zur körperlichen Untersuchung und Erhebung der Krankengeschichte des Patienten, eine bildgebende Diagnostik wie Röntgen, MRT- oder CT- Aufnahmen erfolgen. Sollte sich der Verdacht der Osteochondrose bestätigen, folgen danach auch neurologische Untersuchungen des Spinalkanals der Wirbelsäule.

Behandlungsmöglichkeiten

Eine Therapie zur Behandlung von Osteochondrose richtet sich sehr stark nach dem individuellen Befund des Erkrankten. Gegen die auftretenden Schmerzen kommen Schmerzmittel, kortisonfreie Entzündungshemmer und muskelentspannende Medikamente zum Einsatz. Zusammen mit diesen Medikamenten ist vielleicht Krankengymnastik möglich. Es geht darum, durch einen forcierten Muskelaufbau und einem entsprechenden Haltungstraining, ein weiteres Fortschreiten von Osteochondrose zu verhindern. Außerdem kommen Rotlicht, Fango, Massagen und Elektrotherapie zur Unterstützung der Therapie infrage. Sollte der Krankheitsverlauf bereits weit fortgeschritten sein, kann die Therapie in Kombination mit der Anpassung eines Stützkorsetts durchgeführt werden. Außerdem sollte eine Stabilisierungsoperation, sowie eine Implantation einer Bandscheibenprothese ins Auge gefasst werden.
Bei der Osteochondrose gilt wie bei anderen Krankheiten: Je früher die Diagnose erfolgt und mit einer Therapie begonnen wird, desto höher sind die Chancen den Verlauf zu stoppen oder zumindest zu verzögern.

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