Jul 172015
 

Geschreiben von Anja

Was sind Ringelröteln?
Gehäuft in den Winter- und Frühjahrsmonaten tritt eine gutartig verlaufende Virusinfektion auf, die meistens Kinder im Kindergarten und Schulalter trifft. Gemeint sind die Ringelröteln, die aufgrund Ihres ersten Erscheinens an den Wangen auch als Ohrfeigenkrankheit bekannt sind. Obwohl diese Krankheit meistens Kinder im Alter zwischen 5 und 15 Jahren heimsucht, können auch andere Altersgruppen betroffen sein, wie Eltern oder sonstige Menschen, die vielleicht beruflich in engem Kontakt zu Kindern stehen.

Ursachen

Über eine Tröpfcheninfektion beim Sprechen, Niesen oder Husten wird der Erreger, das Parvovirus B19 übertragen. Der für diese Krankheit typische Hautausschlag zeigt sich nach 1-2 Wochen Inkubationszeit.

Symptome & Krankheitsbild

In erster Linie charakteristisch ist der für die Ringelröteln typische Hautausschlag, von dem zunächst das Gesicht (Wangen und Nase) befallen wird. In der Form ähnelt die großfleckige Hautrötung einem Schmetterling. Dabei können Spannungsgefühl und Juckreiz auf der Haut entstehen. Nach 1-2 Tagen sind dann auch auf den Armen und Beinen rote Flecken sichtbar. Diese Flecken entwickeln sich zu blassroten Ringeln, die zwar nach einer Weile wieder verschwinden, aber bei Stress, Sonneneinstrahlung oder körperlicher Belastung wiederholt auftreten können. Manchmal, besonders bei Kindern, ist auch überhaupt kein Ausschlag zu sehen.
Folgende Symptome treten häufig mit dieser Krankheit auf: Fieber, Kältegefühl, Muskelschmerzen und Kopfschmerzen.
Weil der Ausschlag nicht immer zu sehen ist, werden die Ringelröteln oft auch als grippaler Infekt eingestuft. Manchmal erscheint der Ausschlag auch ohne jegliche Begleiterscheinung. Hier gilt es die Hautrötung genau zu beobachten, weil man ihn sonst leicht mit einer allergischen Reaktion der Haut verwechseln könnte. Nach überstandener Erkrankung ist die Haut oft schuppig und bedarf ca. 4 Wochen lang vermehrter Hautpflege.

Verlauf der Krankheit

Obwohl die Ringelröteln ohne Komplikationen verlaufen und nur manche Erkrankte (meist Erwachsene) unter schweren Gelenkschmerzen leiden, die erst nach mehreren Wochen abklingen, birgt diese Krankheit eine große Gefahr für schwangere Frauen, die gegen diese Erkrankung nicht immun sind. Wie beim gewöhnlichen Rötelnvirus kann es bei einer Ansteckung mit dem B-19 Virus zu schweren Schäden am Ungeborenen bis hin zur Totgeburt kommen. Die Gefährdung ist dabei im ersten Drittel der Schwangerschaft am Größten, weil genau in diesem Stadium die Organe des Embryos angelegt werden. Eine Infektion im späteren Stadium der Schwangerschaft löst häufig Fehl- oder Frühgeburten aus. Sollten nach Abklingen aller Symptome noch Abgeschlagenheit, Blässe und erhöhter Herzschlag festzustellen sein, kann sich eine Blutarmut eingestellt haben.

Achtung

Eine Vorsorge gegen eine Parvovirus B-19-Erkrankung gibt es nicht. Also gibt es keine Impfung wie bei den herkömmlichen Röteln. Deshalb ist es besonders wichtig für Schwangere Frauen, Einrichtungen wo Ringelröteln epidemisch auftreten, wie Kindertagesstätten und Grundschulen, zu meiden. Über eine Blutuntersuchung kann jede Schwangere Frau zudem für sich persönlich feststellen lassen, ob sie Antikörper gegen das Parvovirus B-19 besitzt.
Eine Behandlung der Krankheit ist meistens nicht nötig, der sonst gesunde menschliche Körper wird diesen Virus selbst bekämpfen. Ansonsten können bei begleitendem Fieber fiebersenkende Maßnahmen ergriffen werden. Nur die Haut muss nach überstandenem Krankheitsverlauf besonders gut gepflegt werden, weil sie nach der Infektion meistens rauh und schuppig bleibt.

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