Jul 172015
 

Geschrieben von Anja

Frischmilch – Vollmilch – H-Milch – Magermilch – Vorzugsmilch
Dieses sind Produktbezeichnungen, die eine Gemeinsamkeit aufweisen. Sie kommen von der Kuh.
Der einzige von der Natur vorgesehene Nutzen der Kuhmilch ist es, dem Nachwuchs der Kuh als Nahrung zu dienen. Ein Kalb ist jedoch um einiges größer als ein Menschenkind bei der Geburt. So steht es bereits wenige Minuten nach der Geburt auf seinen eigenen vier Beinen und fängt an, die Welt zu erkunden. Ganz im Gegensatz zum menschlichen Baby, das besonders im ersten Lebensjahr vollkommen auf fremde Hilfe angewiesen ist. So ist es natürlich verständlich, dass ein Kalb ganz andere Bedürfnisse für seine Entwicklung mit seiner Nahrung befriedigen muss als ein Säugling. Deshalb gibt es auch gravierende Unterschiede in der Zusammensetzung von Muttermilch (Mensch) und Kuhmilch.

Die wichtigsten Inhaltsstoffe im Vergleich (Daten von Dr. Ursula Wachtel)

Inhaltsstoff Muttermilch (Mensch) Muttermilch (Kuh)
Eiweiß (gesamt) 1,1 g 3,3 g
Davon Casein 40 % 82 %
Davon Molke 60 % 18 %
Kohlenhydrate 5-7 g 4,8 g
Fette 2,4 – 6,4 g 3,6 g
Mineralstoffe 210 mg 740 mg

Auch das ungeübte Auge wird feststellen, dass zwischen menschlicher Muttermilch und Kuhmilch Welten liegen. Natürlich ist Muttermilch die beste Nahrung für den Säugling, aber nicht jede Frau kann oder will ihr Baby stillen. Daneben gibt es eine Erklärung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) zum Einsatz von Vollmilch (3,5 % Fett), welche besagt, dass Vollmilch als Muttermilchersatz im 1. Lebensjahr des Babys nicht empfohlen werden kann. Nun ist es die Aufgabe der Babynahrungsindustrie, diese beiden Welten zusammenzubringen und aus dem Rohstoff Kuhmilch, eine muttermilchähnliche, schadstofffreie Babynahrung zu entwickeln.

Die Gefahren von Kuhmilch

Die Massentierhaltung in den Industrieländern birgt für den Verbraucher manche Gesundheitsrisiken. Nach wie vor ist es nämlich nicht verboten die Milch erkrankter Kühe oder mit Antibiotika behandelter Kühe zu verwenden. Die Ställe der Tiere werden mit Insektiziden ausgespritzt. Die Rückstände hiervon findet man dann im Fleisch aber auch in der Milch. Das Futter der Tiere stammt aus Kostengründen selten aus Europa und kann genveränderte Pflanzenbestandteile enthalten. Welche Folgen genveränderte Lebensmittel auf den menschlichen Organismus haben, ist nicht im Mindesten untersucht. In der Kuhmilch und deren Produkten sind also auch Schimmelpilzspuren und Pestizide enthalten. Ob der kindliche Organismus durch die Aufnahme dieser Stoffe Schaden nimmt, ist noch nicht abschließend untersucht worden, aber ausschließen konnte die Wissenschaft bis heute weder eine mögliche Schädigung des Nervensystems, eine Schwächung des Immunsystems oder die Begünstigung des Entstehens von Allergien.

Weitere Folgen für das Baby

Neben diesen möglichen schweren gesundheitlichen Folgen durch den Verzehr von Frischmilch, haben Frischmilchfläschchen für das Baby noch folgende Nachteile: Die Dosierung der Frischmilchfläschchenflocken mittels Teelöffel ist sehr ungenau und so verabreicht man dem Baby eine sich stets ändernde Zusammensetzung der Milchnahrung mit schwankenden Inhaltsstoffen. Die Milchnahrung enthält weder Eisen noch Jod, aber viel zu viel Eiweiß, was den Stoffwechsel des Säuglings sehr belastet und zu Darmbluten führen kann. Auch Salz und Mineralien werden in zu hoher Dosierung für den empfindlichen Organismus des Babys aufgenommen.
Frischmilchflaschenzubereitungen enthalten nicht das was ein Baby tatsächlich braucht. Lediglich der Preis ist günstig – dagegen steht das Risiko einer Fehlernährung oder gar schwerer gesundheitlicher Schäden. Erst mit Vollendung des zweiten Lebenshalbjahres ist der Körper des Säuglings so weit ausgebildet, dass man Frischmilch zur Zubereitung eines Getreidebreies verwenden kann. Als Getränk aus Flasche oder Tasse oder auch als Joghurt oder Quarkzubereitung ist Frischmilch für das Kind im ersten Lebensjahr nicht zu empfehlen.

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: