Jul 212015
 

Geschrieben von Silvia

Der medizinische Begriff „Polyneuropathie“ setzt sich aus mehreren Wortteilen griechischer Herkunft zusammen. Der mittlere Wortteil „-neuro“ lässt erkennen, dass es sich um eine Erkrankung des Nervensystems handelt. Allerdings ist nur das periphere Nervensystem betroffen. Das so genannte ZNS (Zentrale Nervensystem), bestehend aus Gehirn und Rückenmark, bleibt unberührt. Stattdessen kommt es zu Beeinträchtigungen im Bereich der Haut oder der Nervenbahnen, die für die Bewegung des Muskelapparats zuständig ist. Auch autonome Nerven können betroffen sein, wodurch es zu lebensgefährlichen Störungen z.B. bei der Atmung oder der Verdauung kommen kann.

Der vorangestellte Wortteil „Poly-“ deutet darauf hin, dass stets mehrere verschiedene Nervenstränge betroffen sind, und so ganze Bereiche des Körpers beeinträchtigt werden.

Welche Symptome treten auf?

Zu den häufigsten Symptomen gehören das Erschlaffen bestimmter Muskeln sowie Sensibilitätsstörungen im Bereich der Haut. So kann beispielsweise das Empfinden für Schmerz oder Temperaturen gestört sein, was bedeutet, dass körpereigene Schutzfunktionen außer Kraft gesetzt werden.

Welche Ursachen kann die Krankheit haben?

Wie kann es zu solch weitreichenden Störungen des menschlichen Körpers kommen?
Häufig wird Polyneuropathie durch Diabetes hervorgerufen. Darüber hinaus können aber auch Toxine die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung drastisch erhöhen, so beispielsweise der Konsum von Alkohol oder Drogen.

Besteht der Verdacht einer Polyneuropathie-Erkrankung, stehen in der Medizin verschiedene Methoden der Diagnostik zur Verfügung. So kann beispielsweise bei einer Elektroneurografie die Nervenleitgeschwindigkeit oder bei der Elektromyografie die Muskelaktivität gemessen werden.

Wie kann Polyneuropathie behandelt werden?

Sicherlich ist der Griff zu entsprechenden Schmerzmitteln oftmals nicht vermeidbar, allerdings steht mit der sogenannten TENS-Therapie (Transkutane elektrische Nervenstimulation) eine vielversprechende Alternative und ergänzende Behandlungsmethode zur Verfügung.

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