Jul 212015
 

Geschrieben von Silvia

Die meisten Menschen sind ihm wohl in letzter Zeit das ein oder andere Mal begegnet, nämlich dann, wenn sie Wochen- oder gar monatelang auf einen Arzttermin des Spezialisten gewartet haben. Die Rede ist von dem Fachärztemangel, der in den letzten Jahren in Deutschland drastisch angestiegen ist. Der Mangel an Fachärzten ist dabei im ländlichen Gebiet am schlimmsten. Mit 18 Prozent aller offenen Facharztstellen im eigenen Bundesland ist NRW Spitzenreiter des Mangels.

Woher kommt der Mangel an Fachärzten in Deutschland?

Der Fachärztemangel in Deutschland liegt verschiedenen Ursachen zugrunde. So zum Beispiel dieser, dass ein Medizinstudium im Schnitt 250.000 € kostet. Dadurch gibt es nur wenige Studienplätze, was wiederum bewirkt, dass nur die Abiturienten mit den besten Zeugnissen ein Medizinstudium beginnen können. Ein weiterer Punkt ist, dass es vielen studierten Ärzten an so genannten Softskills fehlt, unter anderem den Fähigkeiten, sich in andere hineinzuversetzen. Auf Grund dessen übt eine Vielzahl von Ärzten später gar nicht ihr eigentlich studiertes Fach in der Praxis aus. Im ländlichen Gebiet ist der Fachärztemangel auf den Strukturwandel zurückzuführen: die Menschen ziehen stetig in die Städte.

Was kann gegen den Fachärztemangel in Deutschland zukünftig getan werden?

Um etwas an der Situation verändern zu können, ist es sinnvoll, bei den Studierenden anzufangen. So machen es sich die Universitäten meistens viel zu einfach bei der Wahl ihrer Studenten: Es werden die sieben besten Schüler auf Grund der Abiturnoten ausgewählt. Eine gute Möglichkeit für die Universitäten besteht darin, die Studierenden zusätzlich neben den Zeugnisnoten nach einem sogenannten fachspezifischen Studierfähigkeitstest auszuwählen. Denn notenmäßig schlechtere Schüler sind dadurch nicht gleich schlechter befähigt, Arzt zu werden.

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