Jul 212015
 

Geschrieben von Silvia

Sei es am Arbeitsplatz oder besonders gerne auch am Steuer: wir erwischen uns immer wieder dabei, wie wir mit Leibeskräften schimpfen und fluchen. Doch ist es richtig, dies stets als unmanierlich zu tadeln? Nein, denn Fluchen ist gesund!

Stressabbau, Schmerzlinderung

Wer flucht, baut Stress ab. Statt den Ärger über unfähige Arbeitskollegen oder rote Ampeln in sich hinein zu fressen, sollte jeder sich Luft machen, quasi ein Ventil öffnen. Jedoch ist es ein Trugschluss, dass sich der Körper auf diese Weise unmittelbar entspannt. Der Körper wird vielmehr auf Hochtouren gebracht, der Puls steigt und Adrenalin wird ausgeschüttet.
Es ist durch verschiedene wissenschaftliche Studien belegt, dass Fluchen schmerzlindernd wirken kann. Nicht umsonst greifen beispielsweise Frauen im Kreissaal nicht selten auf dieses Mittel zurück. Doch Schimpfen lindert nicht nur Schmerzen, es kann auch die Leistungsfähigkeit steigern. Energie wird freigesetzt, der Körper ist auf Flucht oder Angriff eingestellt.

Kindheitserinnerungen

Warum haben ausgerechnet Schimpfwörter eine solche Wirkung auf den Körper? Vermutlich aufgrund der besonderen emotionalen Assoziationen, die wir seit unserer Kindheit herausgebildet haben: Schimpfen bedeutete meist, dass wir etwas falsch gemacht hatten. So ist auch zu erklären, dass vor allem Schimpfwörter in der eigenen Muttersprache von zentraler Bedeutung für unser emotionales Empfinden sind.

Das Fluchen dosieren

Trotz allem sollte bedacht werden, dass – wie bei vielen anderen Dingen auch – ein gewisser Gewöhnungseffekt auftritt. Wer immer und in jeder Situation lauthals flucht, macht sich nicht nur unbeliebt bei seinen Mitmenschen, sondern er nimmt dem Schimpfen auch seine positive Wirkkraft. Es gilt also, Schimpftiraden wohldosiert einzusetzen und damit dem eigenen Körper etwas Gutes zu tun.

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