Jul 212015
 

Geschrieben von Silvia

Zahlreiche Menschen mögen scharf gewürzte Speisen und sind der Meinung, dass diese neben einem gesundheitlichen Effekt sogar glücklich machen können.

Macht scharf gewürztes Essen wirklich glücklich?

Kennzeichnend für den scharfen Geschmack in Paprika und Chili ist der Wirkstoff Capsaicin. Dieser verfügt zwar über keinen Eigengeschmack, ist aber für die Reizung der Nervenenden verantwortlich. Diese nehmen in der Regel Wärmeimpulse wahr, was der Mensch als brennende Schärfe empfindet.

Das menschliche Gehirn empfängt in dem Moment, wo wir scharf gewürzte Speisen verzehren, ein Schmerzsignal. Daraufhin kommt es zur Ausschüttung von Endorphinen. Eine ähnliche Wirkung können wir bei Piperin im Pfeffer feststellen. Aus diesem Grunde werden scharfe Gewürze wie beispielsweise Chili zuweilen als Naturdroge bezeichnet. Die ausgeschütteten Glückshormone wirken entspannend auf den menschlichen Körper.

Ist scharfes Essen gesund?

Beim Verzehr von scharfem Essen passiert es häufig, dass sich bereits nach einigen Happen eine Hitzewallung einstellt. Bedingt ist dies durch die Aktivierung von Wärmerezeptoren durch scharfe Speisen. Es kommt zur Ankurbelung der Gewebsdurchblutung, die Poren öffnen sich und das Schwitzen beginnt. Zahlreiche Inhaltsstoffe scharfer Nahrungsmittel und Gewürze wirken antibakteriell. So zeigt sich beim Verzehr von Knoblauch, Lauchgewächsen und Zwiebeln eine antibiotische und desinfizierende Wirkung. Scharfe Speisen regen den Speichelfluss an.

Scharfe Gewürze übernehmen die Funktion von Geschmacksverstärkern. Es kommt zur Förderung der Magensaftproduktion. Zudem wird die Verdauung gefördert, was beispielsweise gut gegen Verstopfung wirken kann. Darüber hinaus ist es möglich, mithilfe von scharfen Gerichten den Insulinspiegel zu regulieren.

Personen, die es nicht gewöhnt sind, scharf zu essen, essen langsamer und erreichen auf diese Weise schneller ihre Sättigungsgrenze. So kann der Verzehr von scharfen Speisen mitunter auch zur Gewichtsabnahme führen.

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