Jul 292015
 

Ja wenn man das bloß könnte. Der richtige Partner wird vorher kaum einmal erkannt werden. Man merkt meistens eher nachher, dass es der falsche war.

Soweit ein lockerer Spruch, mit dem man dieses Thema abtun könnte. Aber wenn man sich mit der Materie ernsthafter auseinandersetzt, kommt man in ein Definitions-Realitäts-Dilemma.

„Richtig“ ist im Grunde nämlich jeder Partner. Nicht nur potenziell, sondern tatsächlich und de facto. Denn wie etwa der recht populäre Herr Diplom-Lebenslehrer Robert Betz nicht müde wird, in seinen Vorträgen herunterzubeten: es gibt keinen falschen Partner. Und da hat der Mann, wie auch sonst gar nicht so selten, recht.

Zu jener Zeit und in jener Situation, in der man einen Partner hat, ist genau dieser auch der richtige. Sonst wäre er nicht der Partner. So einfach ist das im Grunde.

Es gibt keinen un-richtigen Partner

Oft hadert man mit seinem Schicksal: Schon wieder so ein Fehlgriff! Warum nun ziehe ich immer diese Weicheier/Idioten/Säufer/Schläger/Fremdgänger/ an?

Weil, und nun greifen wir einmal ein bisschen tiefer in die Psycho-Kiste, ganz bestimmt nicht diese vielen „falschen“ Partner nichts besseres zu tun haben, als uns zu suchen, sondern wohl eher umgekehrt. Der Magnet geht immer von uns selbst aus und nicht vom bösen Schicksal.

Außerdem wähnt man doch jeden Partner am Anfang als den Richtigen. Wie käme es sonst dazu, dass aus der Bekanntschaft so etwas wird wie eine Beziehung oder Lebensgemeinschaft?!

Irrtum ausgeschlossen

Man hat sich aber nicht geirrt. Es war der richtige Mensch. Und wenn dieser Lebensabschnitt dann vorüber ist kommt der nächste, der haargenau jetzt in unser Leben passt. Und sei es nur, weil das Zusammensein mit ihm uns zeigt, dass man eigentlich etwas anderes möchte.

Man erkennt den richtigen Partner also schlicht und ergreifend daran, dass er da ist und dass er jetzt, in diesem Moment unser Partner ist.

 Posted by at 17:15

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