Sep 062015
 

Eine Wohngebäudeversicherung benötigt grundsätzlich jeder Hausbesitzer.

Da der Kauf eines Eigenheims sehr teuer ist, ist es nur verständlich, dass sich Eigentümer gegen die Gefahren, die entstehen können, absichern. Vor allem für Immobilienfinanzierungen ist die Wohngebäudeversicherung oft eine Voraussetzung, die von der Bank erwartet wird.

In einigen Bundesländern bestand bis 1. Juli 1994 eine gesetzliche Pflicht, eine Wohngebäudeversicherung (mindestens Feuerversicherung) abzuschließen. Inzwischen ist dies nicht mehr der Fall. Hausbesitzer sollten sich dennoch für eine Wohngebäudeversicherung entscheiden, um eigene finanzielle Risiken abzusichern. In welchem Umfang und bei welchem Versicherer die Versicherung jedoch abgeschlossen wird, bleibt jedem Hausbesitzer selbst überlassen.

Was ist versichert?

Versicherungsgegenstand ist immer das im Vertrag bezeichnete Gebäude sowie Nebengebäude und Garagen. Als mitversichert gilt außerdem Zubehör, das der Nutzung zu Wohnzwecken oder der Instandhaltung gehört (z. B. fest angebrachte Markisen).
Sollen weitere Grundstücksbestandteile oder Zubehör mitversichert werden, ist oft eine gesonderte Vereinbarung notwendig.

Tritt ein Schaden ein, dann sind in der Regel die folgenden Kosten abgedeckt:

• Aufräumungs- oder Abbruchkosten (für Aufräumen und/oder Abbruch von Sachen)
• Bewegungs- und Schutzkosten (für die Bewegung, Veränderung oder den Schutz anderer Sachen)
• Schadenabwendungs- oder Schadenminderungskosten (Kosten für Maßnahmen, die der Versicherungsnehmer für die Abwendung oder Minderung des Schadens aufbringt, auch wenn die Maßnahmen erfolglos sind)

Durch die Wohngebäudeversicherung werden dabei Schäden abgesichert, die durch Sturm und Hagel, Leitungswasser, Rohrbruch und Frost sowie Brand, Blitzschlag oder Explosion (Feuer) entstehen.

Wann besteht Versicherungsschutz?

Zum im Versicherungsschein genannten Zeitpunkt beginnt der Versicherungsschutz unter der Voraussetzung, dass der so genannte Erstbeitrag nach Aufforderung unverzüglich gezahlt wird. Versicherungsschutz besteht dabei für die vertraglich vereinbarte Versicherungsdauer, die bei einer Wohngebäudeversicherung in der Regel 2 Jahre beträgt.

Das gilt es beim Vertragsabschluss zu beachten!

Per Gesetz sind Hauseigentümer dazu verpflichtet, unbegrenzt und auch lebenslänglich für Schäden aufzukommen. Deshalb ist eine möglichst hohe Deckungssumme von mindestens 2 Mio. EUR pauschal für Personen- und Sachschäden empfehlenswert.

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