Sep 062015
 

Übersetzt bedeutet Dread-Disease-Versicherung „Schwere-Krankheiten-Versicherung“. Es handelt sich dabei um eine so genannte Personenversicherung, bei der eine vertraglich vereinbarte Leistung ausgezahlt wird, sobald eine fest definierte schwere Krankheit (z. B. Krebs, Parkinson) bei der versicherten Person eintritt.

Entwickelt wurde die erste Dread-Disease-Versicherung im Jahr 1983 in Südafrika von dem Herzchirurgen Marius Barnard. Seit 1993 gibt es diese Versicherung auch in Deutschland, wird aber bislang nicht von allen Versicherungsgesellschaften angeboten.

Die versicherten Risiken

Eigentlich ist die deutsche Übersetzung in „Schwere-Krankheiten-Versicherung“ nicht ganz korrekt. Es werden durch die Dread-Disease-Versicherung nicht nur Krankheiten im eigentlichen Sinne abgesichert. Auch andere Ereignisse wie die Folgen eines schweren Unfalls sowie Schlaganfälle oder Herzinfarkte können durch die Versicherung abgesichert werden. Je nach Versicherer unterscheidet sich die versicherungsrelevante Definition zum Teil deutlich.

Merkmale zur Ausgestaltung des Versicherungsvertrags

Der Beitrag zur Dread-Disease-Versicherung wird anhand so genannter biometrischer Risiken ermittelt. Er ist somit vom Alter, dem Geschlecht, möglichen Vorerkrankungen, der Laufzeit sowie der Versicherungssumme abhängig. Wie bei der privaten Krankenversicherung, können Vorerkrankungen einen Beitragszuschlag, einen Ausschluss der jeweiligen Erkrankung oder auch eine komplette Ablehnung des Versicherungsantrages zur Folge haben.
Warte- und Karenzzeiten sowie mögliche Beitragsdynamiken finden meist Anlehnungen an die Bestimmungen zu Kranken- oder Lebensversicherungen. Eine monatliche Rente wird grundsätzlich nicht gezahlt, es erfolgt eine Einmalzahlung bei Eintritt des Versicherungsfalls.

Steuerliche Behandlung einer Dread-Disease-Versicherung

Werden die Höchstbeiträge nicht durch die Beiträge zur Sozialversicherung ausgeschöpft, können die Beiträge zur Dread-Disease-Versicherung im Rahmen der Vorsorgeaufwendungen von der Steuer abgesetzt werden.
Für Privatpersonen ist die Auszahlung der Versicherungssumme steuerfrei. Kommt es in Gesellschaften zur Auszahlung einer solchen Versicherungsleistung, gilt diese als Betriebseinnahme und muss versteuert werden. Allerdings können die Beiträge als Betriebsausgaben abgesetzt werden.

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