Jul 032015
 

Geschrieben von Michael

Ob gewollt oder unbewusst, wir tun es alle: unsere Partnerschaften vergleichen. Der unbewusste Vergleich manifestiert sich zum Beispiel gerne in der Tatsache, dass viele Menschen bei der Partnerwahl immer wieder auf ähnliche Charaktere zurückgreifen. Im Positiven wie im Negativen.

Das hat viel damit zu tun, dass wir uns an der Vergangenheit und an bereits Erlebtem orientieren. Es ist also menschlich und somit schwer vermeidbar. Das bedeutet aber nicht, dass dies eine gute Ausrede ist.
Es ist diesbezüglich auch ganz egal, wie der aktuelle Partner/die Partnerschaft im Vergleich abschneidet (meistens natürlich ungünstig, sonst käme es gar nicht zum Vergleichen), es ist schlichtweg unfaires Verhalten. Ein wirklich schlimmes Foul. Und man muss es gar nicht aussprechen. Der Partner merkt es auch so, wenn dies zu oft geschieht.
Wer seiner Beziehung also einen großen Dienst erweisen will und das sollten doch alle wollen, der verzichte nach Möglichkeit auf derlei Vergleiche und gewinnt damit gleich vierfach, denn:

Man tut dem Partner keinen Gefallen. Wie soll sich jemand fühlen, der sich als Individuum an einem anderen Individuum messen lassen muss? Nun, unwohl wahrscheinlich.

Man tut auch sich selbst keinen Gefallen. Vergleiche sind immer ein Blick zurück und das verstellt den Blick aufs Jetzt. Und im JETZT lebt man schließlich mit seinem Partner und nicht damals.

Ja, man tut selbst dem Ex keinen Gefallen. Ob die ehemalige Partnerschaft nun eine freudvolle war oder eher nicht, tut da gar nichts zur Sache. Warum soll sich diese Person, wenn auch ohne es zu ahnen, quasi instrumentalisieren lassen?

Und schließlich:
Man tut vor allem seiner Partnerschaft keinen Gefallen. Egal, wie selten es vorkommt und wie leid es einem im Grunde tut. Die Partnerschaft einem Vergleich zu unterziehen macht immer ein bisschen Atmosphäre kaputt.
Und was wirklich gar nicht geht: im Streit mit den Vorzügen der oder des Ex zu argumentieren. Ja, es ist manchmal sehr verlockend, sich dazu hinreissen zu lassen, aber wenn man sich ein klein wenig kennt und beobachtet, kann man das schon vermeiden.

 Posted by at 6:11

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