Jul 212015
 

Geschrieben von Silvia

Kinder braucht das Land! Angesichts des demographischen Wandels in Industrieländern wie Deutschland werden solche Forderungen zunehmend lauter. Neben Berufsausbildung und anschließender Karriere tritt der Kinderwunsch bei jungen Paaren häufig in den Hintergrund. Doch auch wenn der Entschluss zur Familiengründung gefallen ist, heißt das leider noch lange nicht, dass dem Babyglück nichts mehr im Wege steht.

Die medizinischen Behandlungsmethoden

Zahlreiche sterile Paare begeben sich in spezielle Kinderwunschkliniken, unterziehen sich Hormonbehandlungen. Nicht selten bleibt trotz all dieser Bemühungen der erwünschte Erfolg aus. Zudem sollte bedacht werden, dass diese Arten der medizinischen Behandlungen sowohl psychische, aber auch verheerende physische Auswirkungen haben können, für die Eltern -sofern es doch noch klappt – aber auch für das Kind.

Alternative: Lebensweise umstellen

Es schadet daher nicht, sich einmal Gedanken über eine andere Herangehensweise an das Problem „Unerfüllter Kinderwunsch“ zu machen. Und das gilt nicht nur für Frauen, sondern auch für die Herren der Schöpfung.

So ist es unter anderem wissenschaftlich bewiesen, dass sich Alkohol und Nikotin negativ auf die Fruchtbarkeit des Mannes auswirken. Insgesamt bietet ein gesunder Körper, verbunden mit einem ausgeglichenen Hormonhaushalt, weitaus größere Chancen auf die Erfüllung des Wunschs, Vater zu werden.

Gemeinsam Ruhe bewahren

Doch nicht zuletzt, sollte Wert darauf gelegt werden, dass innerhalb der Beziehung eine fruchtbare Atmosphäre herrscht. Wie die spätere Erziehung, so ist auch die Zeugung des Nachwuchses ein gemeinsames Projekt und sollte auch als solches gehandhabt werden. Statt sich von
• der natürlichen Uhr der Frau
• den eigenen Erwartungen oder
• denen anderer unter Druck setzen zu lassen,

sollten Paare möglichst entspannt mit der Situation umgehen, die Beziehung pflegen und den Rest dem Zufall bzw. der Natur überlassen.

Jul 192015
 

Geschrieben von Antje

In Deutschland legt das Umgangsrecht das Recht von minderjährigen Kindern fest, Umgang mit ihren Eltern zu haben. Es handelt sich dabei um einen Begriff aus dem Familienrecht. Außerdem umfasst es das Recht und die Pflicht der Eltern, Umgang mit ihren Kindern zu haben. Unter Umständen haben auch Dritte (z. B. Großeltern, Tanten, Onkel) ein Umgangsrecht.

Im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) ist das Umgangsrecht gemeinsam mit der elterlichen Sorge festgehalten. Kommt es zur Trennung der Eltern oder lebt ein Kind nicht bei den Eltern, tritt das Umgangsrecht sowie die Pflichten der Eltern in Kraft.

Gemäß § 1684 BGB benötigen Kinder für eine ungestörte und ausgeglichene Entwicklung beide Elternteile. Sie dürfen nicht zwischen „die Stühle“ geraten und sollten auch keine Streitigkeiten der Eltern miterleben müssen. Für Eltern bedeutet das, dass sie sich zwar als Paar trennen, aber nicht als Eltern. Es ist wichtig, dass Mutter und Vater auf Elternebene in Kontakt bleiben und ihrem Kind damit Sicherheit vermitteln.

Gerade in Trennungsfällen ist das Recht der Kinder klar definiert: Sie haben ein Recht auf Umgang mit Mutter und Vater. Im Umkehrschluss liegt die Pflicht der Eltern darin begründet, den Umgang nicht zu beeinträchtigen oder zu stören. Weiterhin obliegt dem Elternteil, bei dem das Kind nicht lebt, sogar die Pflicht, Umgang mit dem Kind zu haben.

Was passiert bei einer Verweigerung des Umgangs mit einem Elternteil?

Können sich getrennt lebende Eltern nicht über eine Ausgestaltung des Umgangs einigen, muss das Familiengericht angerufen werden. Es regelt den Umgang verbindlich, was in der Regel bei einer sogenannten Umgangsverweigerung notwendig wird. Meist ist die konkrete Ausgestaltung des Umgangsrechts individuell auf die jeweiligen Verhältnisse abgestimmt. Das Kindeswohl ist ausschlaggebend für die zu treffenden Regelungen.

Kommt es zu einem gerichtlichen Verfahren, werden für die Entscheidung das Kind (ggf. ein Verfahrensbeistand), die Eltern, ggf. die Pflegeperson und auch das Jugendamt gehört. In den meisten Fällen erfolgt eine Regelung, bei der das Kind an jedem zweiten Wochenende bei dem Elternteil ist, bei dem es nicht lebt. Auch in den Schulferien soll es dort über einen längeren Zeitraum bleiben. Bei sehr jungen Kindern kommen meist abweichende Regelungen zum Einsatz.

Wenn ein Elternteil die Bindung des Kindes an den anderen Elternteil nicht akzeptieren kann oder will, dann kann das die Erziehungsfähigkeit in Frage stellen. Für Eltern ist es eine Pflicht, den Umgang mit dem jeweils anderen Elternteil zu akzeptieren und nicht zu beeinträchtigen, da es ansonsten zu einer ungünstigen Regelung beim Sorgerecht kommen kann.

Jul 192015
 

Geschrieben von Antje

Meist wird ein Kind nach der Scheidung der Eltern von einem Elternteil allein betreut, während der Elternteil den finanziellen Unterhalt leistet. Allerdings gibt es auch das so genannte „Wechselmodell“, bei dem sich die Eltern in Kinderbetreuung und Erziehung abwechseln. Dabei stellt sich oft die Frage, wie hier die Zahlung des Barunterhalts geregelt ist.

Was passiert beim Wechselmodell?

Oft machen die Eltern unter sich aus, wie das Wechselmodell gelebt werden soll. So ist es denkbar, sich wöchentlich, zweiwöchentlich oder auch monatlich mit der Betreuung des Kindes abzuwechseln. In manchen Fällen wird auch eine Betreuung nach Wochentagen aufgeteilt. Grundsätzlich gilt: Betreut nur ein Elternteil das Kind, ist der andere zur Zahlung von Kindesunterhalt verpflichtet. Sobald aber das Wechselmodell praktiziert wird und sich beide Eltern an Erziehung und Betreuung beteiligen, wird von jedem Elternteil ein so genannter Naturalunterhalt geleistet. Wird ein Kind selbst aufgezogen, dann wird im Normalfall kein Barunterhalt gezahlt.

Keine feste Regelung für Barunterhalt

Eine feste Regelung wurde für die Zahlung von Barunterhalt beim Wechselmodell per Gesetz nicht festgehalten. Je nach Dauer der Betreuung kann unter Umständen ein Barunterhalt zu zahlen sein. So wurde in einem Urteil des Bundesgerichtshofes (Aktenzeichen XII ZR 126/03) festgelegt, dass der Vater, bei dem das Kind ein Drittel der Zeit lebt (bei der Mutter zwei Drittel) zur Zahlung von Barunterhalt verpflichtet wurde.

Ein echtes Wechselmodell liegt laut Entscheidung des Bundesgerichtshofes nur vor, wenn sich die Eltern die Betreuung in einem Verhältnis 50:50 teilen (Aktenzeichen XII ZR 161/04). In diesem Fall müssen auch beide Elternteile Barunterhalt leisten, bei dessen Berechnung jedoch der Naturalunterhalt Berücksichtigung findet. Grundsätzlich wird hier davon ausgegangen, dass der Unterhaltsbedarf des Kindes aufgrund des häufigen „Wechsels“ der Eltern erhöht ist. Somit richtet sich der Bedarf nach dem gemeinsamen Einkommen und Vermögen der Eltern und wird dann entsprechend den Richtlinien der Düsseldorfer Tabelle errechnet.

Wie verhält es sich mit dem Kindergeld?

Ob Wechselmodell, oder nicht: Der Wohnsitz kann nur einmal angemeldet werden. Somit kann das Kind auch nur bei einem Elternteil gemeldet sein, der in der Regel auch das Kindergeld erhält. Beim Wechselmodell erfolgt keine Anrechnung des Kindergeldes auf den Unterhaltsbedarf des Kindes (OLG Düsseldorf, Beschluss vom 20. Juni 2013, Aktenzeichen II-7 UF 45/13). Liegt ein echtes Wechselmodell mit einer Teilung der Erziehung und Betreuung von 50:50 vor, dann bekommt der Elternteil, bei dem das Kind nicht gemeldet ist, die Hälfte vom Kindergeld.

Jul 192015
 

Geschrieben von Antje

Zur Berechnung von Unterhalt – vor allem von Kindesunterhalt – dient die so genannte Düsseldorfer Tabelle als Maßstab. Sie wurde im Jahr 1962 durch das Oberlandesgericht Düsseldorf eingeführt und liefert seither Richtwerte für die Bemessung von Unterhaltszahlungen.

Gesetzeskraft besitzt die Düsseldorfer Tabelle nicht, weshalb sie eher eine allgemeine Richtlinie darstellt, die aber auch von Gerichten bei der Berechnung der Unterhaltspflicht herangezogen wird. Unterhaltspflichtige können mit ihr Aufschluss über die Höhe des zu zahlenden Unterhalts erlangen.

Anrechnung von Kindergeld bei Kindesunterhalt

Die in der Düsseldorfer Tabelle genannten Werte sind zwar die Unterhaltsansprüche für Kinder, allerdings entsprechen diese nicht dem tatsächlichen Zahlbetrag durch den Unterhaltsverpflichteten. So darf der Unterhaltsanspruch aus der Tabelle um das Kindergeld gekürzt werden, woraus sich dann der tatsächlich zu zahlende Unterhalt ergibt. Bei minderjährigen und auch bei privilegierten volljährigen Kindern erfolgt die Anrechnung des Kindergeldes zur Hälfte bzw. zum vollen Betrag.

Eine entsprechende Regelung zur Anrechnung des Kindergeldes findet sich in § 1612 des Bürgerlichen Gesetzbuches.

So liest man die Düsseldorfer Tabelle richtig

Zunächst wird die Düsseldorfer Tabelle nach dem Einkommen und dem Alter des Kindes gegliedert. Entsprechend der Oberlandesgerichte wird von dem Regelfall ausgegangen, dass eine unterhaltspflichtige Person für zwei Personen Unterhalt leisten muss. Das kann entweder für zwei Kinder oder für ein Kind und einen Ehegatten sein.

Wenn für mehr oder weniger als zwei unterhaltsberechtigte Personen gezahlt werden muss, dann wirkt sich das auf die Einstufung des Einkommens aus. Wird also nur für ein Kind Unterhalt geleistet, dann rutscht der Unterhaltspflichtige in die nächsthöhere Einkommensstufe, während bei mehr als zwei Kindern eine Eingruppierung in die nächstniedrigere Stufe erfolgt.

Relevant ist das Einkommen des Unterhaltspflichtigen

Wenn ein minderjähriges Kind unterhaltsberechtigt ist, die Mutter jedoch aufgrund ihrer Einkünfte nicht, dann orientiert sich der Unterhaltsbedarf des Kindes am Nettoarbeitseinkommen des Kindsvaters. Es ist dabei unerheblich, ob das Einkommen der Mutter unter oder über dem Einkommen des Vaters liegt.

Jul 172015
 

Geschreiben von Anja

Was sind Ringelröteln?
Gehäuft in den Winter- und Frühjahrsmonaten tritt eine gutartig verlaufende Virusinfektion auf, die meistens Kinder im Kindergarten und Schulalter trifft. Gemeint sind die Ringelröteln, die aufgrund Ihres ersten Erscheinens an den Wangen auch als Ohrfeigenkrankheit bekannt sind. Obwohl diese Krankheit meistens Kinder im Alter zwischen 5 und 15 Jahren heimsucht, können auch andere Altersgruppen betroffen sein, wie Eltern oder sonstige Menschen, die vielleicht beruflich in engem Kontakt zu Kindern stehen.

Ursachen

Über eine Tröpfcheninfektion beim Sprechen, Niesen oder Husten wird der Erreger, das Parvovirus B19 übertragen. Der für diese Krankheit typische Hautausschlag zeigt sich nach 1-2 Wochen Inkubationszeit.

Symptome & Krankheitsbild

In erster Linie charakteristisch ist der für die Ringelröteln typische Hautausschlag, von dem zunächst das Gesicht (Wangen und Nase) befallen wird. In der Form ähnelt die großfleckige Hautrötung einem Schmetterling. Dabei können Spannungsgefühl und Juckreiz auf der Haut entstehen. Nach 1-2 Tagen sind dann auch auf den Armen und Beinen rote Flecken sichtbar. Diese Flecken entwickeln sich zu blassroten Ringeln, die zwar nach einer Weile wieder verschwinden, aber bei Stress, Sonneneinstrahlung oder körperlicher Belastung wiederholt auftreten können. Manchmal, besonders bei Kindern, ist auch überhaupt kein Ausschlag zu sehen.
Folgende Symptome treten häufig mit dieser Krankheit auf: Fieber, Kältegefühl, Muskelschmerzen und Kopfschmerzen.
Weil der Ausschlag nicht immer zu sehen ist, werden die Ringelröteln oft auch als grippaler Infekt eingestuft. Manchmal erscheint der Ausschlag auch ohne jegliche Begleiterscheinung. Hier gilt es die Hautrötung genau zu beobachten, weil man ihn sonst leicht mit einer allergischen Reaktion der Haut verwechseln könnte. Nach überstandener Erkrankung ist die Haut oft schuppig und bedarf ca. 4 Wochen lang vermehrter Hautpflege.

Verlauf der Krankheit

Obwohl die Ringelröteln ohne Komplikationen verlaufen und nur manche Erkrankte (meist Erwachsene) unter schweren Gelenkschmerzen leiden, die erst nach mehreren Wochen abklingen, birgt diese Krankheit eine große Gefahr für schwangere Frauen, die gegen diese Erkrankung nicht immun sind. Wie beim gewöhnlichen Rötelnvirus kann es bei einer Ansteckung mit dem B-19 Virus zu schweren Schäden am Ungeborenen bis hin zur Totgeburt kommen. Die Gefährdung ist dabei im ersten Drittel der Schwangerschaft am Größten, weil genau in diesem Stadium die Organe des Embryos angelegt werden. Eine Infektion im späteren Stadium der Schwangerschaft löst häufig Fehl- oder Frühgeburten aus. Sollten nach Abklingen aller Symptome noch Abgeschlagenheit, Blässe und erhöhter Herzschlag festzustellen sein, kann sich eine Blutarmut eingestellt haben.

Achtung

Eine Vorsorge gegen eine Parvovirus B-19-Erkrankung gibt es nicht. Also gibt es keine Impfung wie bei den herkömmlichen Röteln. Deshalb ist es besonders wichtig für Schwangere Frauen, Einrichtungen wo Ringelröteln epidemisch auftreten, wie Kindertagesstätten und Grundschulen, zu meiden. Über eine Blutuntersuchung kann jede Schwangere Frau zudem für sich persönlich feststellen lassen, ob sie Antikörper gegen das Parvovirus B-19 besitzt.
Eine Behandlung der Krankheit ist meistens nicht nötig, der sonst gesunde menschliche Körper wird diesen Virus selbst bekämpfen. Ansonsten können bei begleitendem Fieber fiebersenkende Maßnahmen ergriffen werden. Nur die Haut muss nach überstandenem Krankheitsverlauf besonders gut gepflegt werden, weil sie nach der Infektion meistens rauh und schuppig bleibt.