Jul 122017
 

Bedingt durch den Generationenvertrag, nach dem inzwischen immer weniger Berufstätige die Rente von immer mehr Menschen finanzieren müssen, wird die private Vorsorge für das Alter immer wichtiger.

Die Rürup-Rente ist ein Modell, bei dem Eigeninitiative belohnt wird. Die Rente wird lebenslang vom Staat gezahlt und außerdem mit vielen Steuervorteilen unterstützt. Wer auf die Riester-Rente als Altersvorsorge nicht zurückgreifen kann, sollte über die Rürup-Rente nachdenken.

Rürup-Rente – Für wen eignet sie sich?

Bei der Rürup-Rente, auch als Basisrente bekannt, handelt es sich um eine Form der privaten Altersvorsorge. Ursprünglich wurde sie für Selbständige und Freiberufler ins Leben gerufen und stellt das Gegenstück zur Riester-Rente dar, welche Selbständige in aller Regel nicht nutzen können.

Inzwischen gewinnt die Rürup-Rente aber nicht nur bei Selbständigen und Freiberuflern an Beliebtheit. Aufgrund der umfassenden Steuervorteile sowie des Sonderausgabenabzugs ist diese Form der privaten Altersvorsorge auch für Angestellte und Beamte sehr attraktiv.

Vorteile der Rürup-Rente

• Steuerliche Entlastung
Beiträge für die Rürup-Rente können zum Teil von der Steuer abgesetzt werden. Durch die Rentenversicherung kann sich somit eine große Steuerersparnis ergeben.

• Sicherheit
Angespartes Kapital ist sicher vor Pfändungen und kann auch nicht bei Hartz 4 oder Privatinsolvenz angerechnet werden.

• Flexible Einzahlung
Es besteht die Möglichkeit, flexibel in den Rürup-Vertrag einzuzahlen. Auch Beitragsänderungen und Sonderzahlungen sind möglich.

• Lebenslange Rentenzahlung
Durch den Rürup-Vertrag wird eine lebenslange Rentenzahlung garantiert. Im Alter stehen also regelmäßige Einkünfte zur Verfügung.

Nachteile der Rürup-Rente

• Rentenbesteuerung
Im Alter werden die ausgezahlten Renten mit dem persönlichen Steuersatz versteuert. Die Leistungen sind jedoch bis zum Jahr 2040 begrenzt steuerpflichtig.

• Vererbbarkeit begrenzt
Grundsätzlich kann die Rürup-Rente nicht vererbt werden. Alternativ kann jedoch eine Hinterbliebenenrente für Ehepartner und Kinder vereinbart werden.

• Kapitalauszahlung nicht möglich
Eine einmalige Auszahlung des angesparten Kapitals ist nicht möglich. Die lebenslange Rente wird unabhängig von einer Kündigung frühestens ab 60 Jahre gezahlt (Verträge ab 2012: ab 62 Jahre).