Jul 112017
 

Eine gesunde Form von Perfektionismus ist prinzipiell nicht verkehrt. Jedoch hat alles seine Grenzen, so eben auch der Perfektionismus. Wer in seinem Leben alles perfekt machen will, gerät schnell an die eigenen Grenzen. Dies kann zu einem schwerwiegenden Problem werden.

Was sind Merkmale eines Perfektionisten?

Folgende Punkte lassen einen krankhaften Perfektionismus erkennen:

• Überkompensieren
Eine Handlung wird übertrieben ausgeführt. Der Perfektionist möchte feststellen, dass in seiner Handlung nichts schief gehen kann.
• Kontrollieren
Perfektionisten besitzen einen Zwang, alles zu kontrollieren. Dies kann zwei- bis dreimal geschehen. So versichern sie sich, dass gewisse Normen respektive Standards eingehalten werden.
• Verbessern
Stellen sie bei der Kontrolle fest, dass die Handlung nicht korrekt ablief, wiederholen Perfektionisten diese immer wieder und verbessern sie, bis diese perfekt ist.
• Planen
Jeder Mensch plant etwas in seinem Leben. Sei es die Freizeitgestaltung für den nächsten Abend oder wie der kommende Tag ablaufen könnte. Perfektionisten fertigen sich allerdings genaue Listen an. Dies kann sogar mehr Zeit in Anspruch nehmen als die eigentliche Tätigkeit an sich.
• Keine Entscheidungsfreudigkeit
Wenn es geht, versuchen Menschen, welche unter Perfektionismus leiden, Entscheidungen zu vermeiden.
• Hinauszögern
Aus Angst vor dem Scheitern oder unvorhergesehener Konsequenzen versuchen Perfektionisten Erledigungen hinaus zu zögern.

Alle diese Faktoren treffen auf einen Perfektionisten zu, der sein Leben nicht mehr unter Kontrolle hat. Vor allem das ständige Wiederholen kann im Alltag ein Problem darstellen. Dies kann vor allem auch psychische Folgen nach sich ziehen. Es ist wichtig, ein solches Krankheitsbild frühzeitig zu erkennen, um dem rechtzeitig vorbeugen zu können.

Jul 102015
 

Gastbeitrag von www.mittelgegen.net

Egal ob Geheimratsecken oder ganze Haarbüschel – Frauen und Männer leiden gleichermaßen unter Haarausfall. Denn volles Haar symbolisiert Gesundheit, Vitalität und macht attraktiv für das andere Geschlecht. Umso schlimmer ist es für manche, wenn sich das Haar empfindlich lichtet. Während so mancher Mann zum Rasierer greift und lieber Vollglatze trägt, kämmen Frauen wild über den Kopf hin und her. Doch nicht immer ist der Verlust des Haupthaares unwiderruflich. Die Ursachen von Haarausfall sind vielfältig und in einigen Fällen müssen Betroffene die Lücken auf dem Kopf nicht kampflos hinnehmen.

Typische Ursachen für Haarausfall

Haare fallen immer aus. Täglich. Gerade in Frühjahr und Herbst verlieren Mann und Frau besonders viele Haare. Bis zu 80 Stück können täglich ausfallen – das ist noch im Normalbereich. Erst wenn das Haar sich stärker lichtet und sich kahle Stellen bilden, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Dieser kann dann die vielfältig möglichen Ursachen abklären. Denn die Gründe können in allen Bereichen des Alltags lauern: Ob zu starke Beanspruchung durch Föhn und Co, seelischer Stress, falsche Ernährung organische Ursachen oder gar medikamentöse Auslöser – welcher der Übeltäter ist, kann der Experte herausfinden.

Drei Grundarten des Haarausfalls

Grundsätzlich wird zwischen drei verschiedenen Formen des Haarverlustes unterschieden:

erblich bedingter Haarausfall
kreisrunder Haarausfall
diffuser Haarausfall

Die erste Form ist dabei die am häufigsten auftretende Art. Bei Männern kann dieser Haarausfall schon in Mitte 20 beginnen. Frauen sind seltener betroffen. Meist werden sie von dieser Krankheit im Alter ab 50 eingeholt.
Der kreisrunde Haarausfall ist eine Entzündung, die in jedem Alter auftreten kann. Auch hier sind eher Männer als Frauen betroffen und nicht nur die Haare auf dem Kopf können dabei ausfallen. Diese Form des Haarausfalls kann behandelt werden, meist schließen sich die kahlen Stellen bereits nach einem Jahr.
Der diffuse Haarausfall wird auch „Alopecia diffusa“ genannt. Hier wird die Haarpracht allgemein lichter und die Haare fallen nicht nur an bestimmten Stellen aus. Die Ursachen dafür können vielfältig sein: seelische Störungen, Infektionen, Schilddrüsenfunktionsstörung, Vitamin- und Mineralstoffmangel, Eisenmangel, Stress, Medikamente und Hormonumstellungen.

Wirksame Bekämpfung

Gerade der diffuse Haarausfall kann je nach Ursache gut behandelt werden, denn hier werden die Ursachen therapiert: Medikamentenwechsel, Ernährungsumstellung, Entspannung und andere Maßnahmen zur Behandlung. Hier sollte in jedem Fall der Arzt um Rat gefragt werden. In anderen Fällen gilt leider oft, dass Haarausfall nicht immer rückgängig gemacht werden kann. Oft ist es nur möglich, diesen zu verlangsamen – vor allem den erblich bedingten Ausfall. Der Handel bietet zahlreiche Produkte, deren Wirksamkeit nicht immer bewiesen ist. Bekannt ist jedoch, dass der Wirkstoff „Minoxidil“ die Durchblutung der Kopfhaut anregt sowie Medikamente mit dem Wirkstoff „Finasterid“ den Hormonhaushalt entsprechend beeinflusst.

Haarausfall vorbeugen

Der Lichtung des Haares kann jedoch auch frühzeitig entgegen gewirkt werden. Eine gesunde Ernährung mit ausreichend Vitaminen, Mineralstoffen und Co (vor allem Eisen) kann hier vorbeugend wirken. Ebenso sollte bei der Ernährung darauf geachtet werden, nicht zu viele säurehaltige Produkte zu sich zu nehmen. Kaffee beispielsweise führt wie viele andere Nahrungsmittel zu einer Übersäuerung des Körpers, die Haarausfall verursachen kann. Wer erblich belastet sein könnte, sollte regelmäßig ein Blutbild beim Arzt anfertigen lassen. So können frühzeitig Mangelerscheinungen erkannt werden. Stress und Hektik sollten vermieden werden – Auszeiten sind auch für die Haarpracht wichtig. Und auch das Haar selbst sollte unbedingt gepflegt werden. Silikone und Weichmacher sollten dabei in den Produkten gemieden werden und tägliches Stylen kann das Haar zusätzlich schädigen. Hier gilt es, die richtige Balance zwischen Pflege und Styling zu finden.